— Musik

Kunstkraftwerk „Wenn es Popmusik gibt, die fortwährend Distanz zu sich selbst herstellt, dann sind es die entsubjektivierten Harmonien von Kraftwerk. Wenn es eine Band gibt, die in konzeptueller Schärfe und ständiger Reflektion ihrer Mittel in die Nähe Bildender Kunst rückt, dann diese.“

Kunst, Musik, Kraftwerk, Neue Nationalgalerie, Düsseldorf, Creamcheese, Techno, Ralf Hütter, Peter Boettcher, Bauhaus, Moderne, ZERO, Joseph Beuys, Minimalismus, Sigmar Polke, Gilbert & George, David Bowie, Afrika Bambaata, Konrad Fischer, Galerie Sprüth Magers, Hans Richter, NSA, Überwachung, Gottfried Wilhelm Leibniz, Luigi Russolo
Weltkunst, 16. Dezember 2014

Derrida in der Mehrzweckhalle „Während Kanye West machistische Überbietungsgesten auftürmte, unterliefen The Knife jede Erwartung und scherten in rätselhafte, abstrakte Architekturen ohne Zentrum aus. Ähnlich, wenn auch viel mitreißender, funktioniert dieses verblüffende Anti-Konzert.“

Musik, The Knife, Karin Dreijer, Olof Dreijer, Light Asylum, Kanye West, José González, Bertolt Brecht
Der Tagesspiegel, 05. November 2014

Dezentral ist besser „Wird Tim Renner den Kollegen im Senat erklären können, dass Kunst nach einer völlig anderen Logik funktioniert als Musik- und Modelabels? Kann er Wowereits unglücklicher Verwechslung der Interessen von Kunst und Kreativwirtschaft etwas entgegensetzen?“

Kunst, Musik, Kulturökonomie, Architektur, Tim Renner, Berlin, Kulturpolitik, Klaus Wowereit, ExRotaprint, Blumengroßmarkt, Berlin Music Week, Berlin Art Week, Freie Szene, all2gethernow, Motor Music, Dolly Leupold
Der Tagesspiegel, 27. April 2014

Die Kamera als Akteur. Anlässe für eine Theorie des celebritive turn „Es scheint, als wären die Rahmen mittlerweile nicht nur, wie Brian O’Doherty schrieb, von der Wand gefallen, sondern als hätten sie sich über jene gestülpt, die einst Betrachter hießen und die sich nun selbst inszenieren wie Kunstwerke.“

Kunst, Musik, Kulturökonomie, Celebritive Turn, Brian O'Doherty, Jay-Z, Marina Abramovic, Gustave Courbet, Andy Warhol, Edie Sedgwick, Charles Baudelaire, Pace Gallery, Museum of Modern Art, Lawrence Weiner, Mark Romanek, Wolfgang Ullrich
Kunstverein Hannover, Jahresprogramm 2014, 31. März 2014

Highlights 2013 „Das Video zu Kanye Wests „Bound 2“: Hyperreflexiver YouPorn für Superreiche, eine Umpolung des geschmacklichen Magnetfelds von oben.“

Kunst, Musik, Venedig-Biennale, Massimiliano Gioni, Heimatlieder, Nick Knight, Kanye West, Kim Kardashian, Musikvideos, Susanne A. Friedel, ngbk
frieze d/e, 10. Dezember 2013

Kunst ist, wer dabei ist „Wie könnte man klarer darstellen, dass es in der Kunst wie im Rap vor allem um die Verteilung von Fläche und Aufmerksamkeit geht. Dabei ist, wer dabei ist, und wer dagegen ist, erscheint halt nicht.“

Kunst, Musik, Kulturökonomie, Jay-Z, Pace Gallery, Marina Abramovic, Jerry Saltz, Rap, Aufmerksamkeitsökonomie
Die Welt, 12. Juli 2013

Schweinelaut „Im Beißreflex war auch gleich die Tierschutzorganisation Peta zur Stelle. Als würde über den Umgang der Menschen mit Tieren in einem Tonstudio entschieden!“

Musik, Matthew Herbert, Berghain
Der Tagesspiegel, 19. November 2011

Stuck muss bröseln „Nun, Thomas Mann kannte die Minimal Music noch nicht und konnte sich womöglich nicht vorstellen, was für eine bewusstseinserweiternde Erfahrung es sein kann, die kleinsten Variationen zum Thema zu machen.“

Musik, James Blake, Admiralspalast, Thomas Mann, Dubstep
Die Welt, 18. November 2011

Schamanen im Stahlkessel „Was sind die Melvins? Ein Gag, der einfach nicht schlechter wird, je öfter man ihn erzählt?“

Musik, Kurt Cobain, Melvins, Volksbühne
Der Tagesspiegel, 18. Oktober 2011

Haydn in Kurdistan „Die Atmung: Damit kämpft wohl jeder Anfänger. Aber wenn der Anfänger aus dem Irak kommt, dann ist das mit der Atmung eine verdammt gute Metapher.“

Musik, Kulturökonomie, Reise, Arbil, Beethoven, Irak, Kurdistan, National Youth Orchestra of Iraq

„Krabumm, wir sind da!“ „Es ist die abendländische Ökonomie symbolischer Werte, unter der sich hier der Boden auftut, eine Ökonomie, die auf Verknappung beruhte und der Fiktion des Originals.“

Musik, Kulturökonomie, Reise, Aserbaidschan, Baku, Beltmann Pianos, FC Gabala, Gabala, Kaukasus, Steinway, Tony Adams, Sowjetunion, Dubai, Abu Dhabi
Welt am Sonntag, 18. September 2011

Dito & Aeneas: Eine Publikumskritik „Ein gesellschaftliches Problem, das bis zum dauerbeleidigten Regierungssprecher Seibert reicht: die Unfähigkeit, Kritik als Gewinn zu sehen, als Einladung zur gemeinschaftlichen Lösungsfindung.“

Musik, Dido & Aeneas, Jochen Sandig, Radialsystem V, Sasha Waltz, Steffen Seibert, Waldbühne
Der Tagesspiegel, 29. August 2011

Klaviermanie im Storchennest „Liszts Geburtsort ist zur internationalen Spekulationsstätte geworden, an der sich im Liszt-Jahr 2011 beispielhaft die Mechanismen des boomenden Kulturtourismus zeigen.“

Musik, Kulturökonomie, Architektur, Reise, Burgenland, Franz Liszt, Heinrich Heine, Kulturtourismus, Roland Hagenberg, SANAA, Yui Tezuka, Österreich
Zeit Online, 14. Juli 2011
Der Tagesspiegel, 10. Juli 2011

Geisterjäger „TV On The Radio boten seit den Anfängen ein Modell für transgressive Arbeit im Kollektiv und damit politisch wie modisch großes Identifikationspotenzial.“

Musik, TV On The Radio
Der Tagesspiegel, 25. Juni 2011

Mauern im Kopf „Das Spektakel gerät zur Metapher auf die Erstarrung der parlamentarischen Demokratien: Die Kritik hat ihren fest zugewiesenen Platz in der Mauer, alle sind sich einig, aber ändern tut sich nichts.“

Musik, Pink Floyd, Roger Waters, The Wall
Die Welt, 17. Juni 2011

Schall und Knochen „Unter den Kopfhörern sitzend, greift die Hörerin mit jedem Stück eine neue Riechkarte aus der Pappschachtel und zieht geschlossenen Auges den Duft von Asche ein, von Fett und Aspirin.“

Kunst, Musik, Eigen+Art, Gerd Harry Lybke, Martin Eder, Heavy Metal, Neue Musik, Ruin, Zwölf
Der Tagesspiegel, 28. Mai 2011

Selbstfabrik. Disziplinierung und Einsamkeit in der Popkultur „Der Performer in Fabian Chiquets “Trigger Orgie” ist das Modell für den omnipotenten Selbstunternehmer, den sich die Ökonomie von uns wünscht: ausführendes Organ elektrosozialer Imperative, gefangen im Loop der Selbstverwirklichung.“

Kunst, Musik, Kulturökonomie, Fabian Chiquet, Andy Warhol, Aufmerksamkeitsökonomie, Biopolitik, Diedrich Diederichsen, Giorgio Agamben, Isabelle Graw, James Hetfield, Konzertmarkt, Kunstmarkt, Michel Foucault, Musikmarkt, Musikvideos, Selbstoptimierung, Tobias Rapp, Tonträgerindustrie, Youtube, Konzertindustrie, Andy Warhol's Factory
Verlag für moderne Kunst Nürnberg, 16. Mai 2012

Negation und Exorzismus „Odd Future suchen Momente der Entäußerung, in denen alles auf dem Spiel steht. Vergewaltigungsfantasien sind da nur ein Mittel.“

Musik, Odd Future
Der Tagesspiegel, 07. Mai 2011

Höhere Mathematik „Die Maschine rückt den Fokus vom Performer, mechanische und biologische Aktivität reflektieren und relativieren sich wechselseitig.“

Kunst, Musik, Berghain, Die Vögel, Laszlo Moholy-Nagy, Pantha du Prince
Der Tagesspiegel, 30. April 2011

Schnappmäuler und Plastikknochen „Und auf die Herstellung von Spannung verstehen sich Bodi Bill doch eigentlich so gut, auf prekäre Glücksmomente, balanciert auf kammermusikalischen Melodiebögen über den Schnappmäulern bratzender Synthie-Bässe.“

Musik, Bodi Bill, Lido
Der Tagesspiegel, 26. April 2011

Harmonie ist eine Strategie „Woran erkennt man den westlichen Reisenden? An der Unerbittlichkeit im Anspruch. An der mühsam unterdrückten Ungeduld im Ton.“

Musik, Reise, Korea, Südkorea, Tongyeong, Alexander Liebreich, Isang Yun, Nordkorea, Pjöngyang, Heiner Goebbels, Unsuk Chin
Welt am Sonntag, 17. April 2011

Fortschritt vs. Treue „Homme-Ersatz Bruno Fevery aber sollte für sein gymnasiales Spiel einmal hinter dem Tourbus über eine Wüstenstraße geschleift werden.“

Musik, John Garcia, Josh Homme, Kyuss
Der Tagesspiegel, 17. März 2011

„So viel Talent! So viel Originalität!“ „Der Verwertungskreislauf schließt sich zum Hamsterrad, in dem die Konsumenten als Produzenten selbst die Energie erzeugen, die sie auf der Stelle hält.“

Musik, Kulturökonomie, Telekom, Thomas D, Million Voices, Aufmerksamkeitsökonomie, Celebrity Kultur, Selbstoptimierung, Youtube
Die Welt, 22. Februar 2011

Ich esse meine Suppe nicht „Wie gerne würden wir in dieser Aufrichtigkeit nach allen Seiten „Nein“ sagen. Da wir das nicht können, müssen wir jemanden bezahlen, der es für uns tut.“

Musik, Franz Kafka, HAU, Mutter
Der Tagesspiegel, 15. Januar 2011

Fast Forward im Zeitgeistarchiv „Musikvideos sind die Träume der Konsumgesellschaft: Schnell gesponnen und gespeist aus den visuellen Attraktionen von Alltagswelt und Mediengeschichte, und seien es nur schöne Autos, Frauen und Uhren.“

Musik, Kulturökonomie, MTV, Musikvideos, Youtube, Kanye West, Richard Florida, GEMA, Spike Jonze, tape.tv
Zeit Online, 06. Januar 2011
Der Tagesspiegel, 06. Januar 2011

Im Rhythmus der Sirenen „Soldaten müssen verdammt guten Sex haben. „Ja“, sagt der Soldat, „haben sie“, und verschwindet mit seinem Mädchen auf dem Rücken in der Dunkelheit.“

Musik, Reise, Haoman 17, Israel, Jerusalem, Nachtleben, Nahostkonflikt, Techno, Tel Aviv
Der Tagesspiegel, 14. November 2010

Freiräume vor Firmenlogos „Die Zukunft ist jedenfalls flüssig, und die Politik hätte sicherzustellen, dass der Strom nicht wie im Fall des iPad nur durch wenige Konzerne kontrolliert wird.“

Musik, Kulturökonomie, Fever Ray, GEMA, Konzertindustrie, Musikindustrie, Popkomm, Flughafen Tempelhof, Will Page, all2gethernow
Der Tagesspiegel, 12. September 2010

O Freunde, nicht diese Töne! „Claus Wischmann reagiert, wie er es gelernt hat während seiner Arbeit in Kinshasa: erst mal gar nicht.“

Musik, Reise, Beethoven, Claus Wischmann, Kimbanguisten, Kinshasa, Kinshasa Symphony, Kongo, Martin Baer, Mobutu
Welt am Sonntag, 29. August 2010

Optimiere dich selbst „Events wie das Melt, auf denen die kreative Klasse sich selbst feiert, sind nicht mehr Orte einer Gegenkultur wie einst Woodstock. Sie sind Biopolitik im Sinne Giorgio Agambens.“

Musik, Kulturökonomie, Diedrich Diederichsen, Giorgio Agamben, Konzertindustrie, Melt Festival, Musikindustrie, Selbstoptimierung, Aufmerksamkeitsökonomie
Der Tagesspiegel, 18. Juli 2010

„Und alle so: Huch!“ „War Heavy Metal nie die Gefährdung der Jugend, wegen der Sie vor Gericht standen? Oder die heilsame Zivilisationskritik, die Lester Bangs darin sehen wollte? Sondern nichts als ein harmloser Kinderstreich?“

Musik, Black Sabbath, Konzertindustrie, Lester Bangs, Musikindustrie, Ozzy Osbourne
Der Tagesspiegel, 20. Juni 2010

Ich bin nur eine Stimme „Es ist das Rätsel des Radios, das die beiden Stimmen umkreisen und das unter allseitiger Beschallung selbstverständlich geworden ist: eine Stimme, die sich an den Körper wendet, aber selbst keinen hat.“

Kunst, Musik, Jáchym Topol, Katerina Šedá, Marius Babias, Neue Musik, Neuer Berliner Kunstverein, Radio
Der Tagesspiegel, 17. Februar 2010

So geht Gewinnmaximierung „Das Konzertgeschäft hat ein Ausmaß an Kapital- und Machtkonzentration erreicht, wie es in den Goldenen Zeiten der Plattenindustrie nicht vorstellbar gewesen wäre.“

Musik, Kulturökonomie, Simon Frith, HAU, Konzertindustrie, Musikindustrie
Zeit Online, 18. Januar 2010

Berlin ist gar nicht so hart wie du denkst „Was Böhmen Smetanas Moldau war, ist diese Skizze für das improvisierte Leben in den Altbauten der Second-Hand-Metropole.“

Musik, Lonski & Classen, Post-Rock, Berlin, Masha Qrella, Simon Reynolds, Bodi Bill, Hausmusik, morr music, sinnbus, The Notwist
Der Tagesspiegel, 03. Januar 2010

Forderung zum Tanz „Wir haben die Stadt von unseren Kindern nur geliehen: Früher kämpften Eltern für Frieden und den Umweltschutz. Heute engagieren sie sich für friedliches Feiern und Artenschutz für Clubs.“

Musik, Kulturökonomie, Reise, Berlin, Nachtleben, Berlin Music Week, Club Commission, Dimitri Hegemann, Techno, Tresor, Berghain, Konzertindustrie, Musikindustrie
Der Tagesspiegel, 02. Januar 2010

Böse Miene, gutes Spiel „Das Beunruhigende an dieser Band sind nicht die kalkulierten Tabubrüche. Das Beunruhigende an Rammstein ist, dass sie so schrecklich normal sind.“

Musik, Rammstein
Der Tagesspiegel, 20. Dezember 2009

Beuys tanzt mit Dionyseus „Architektonisch saubere Lösungen für Kunstpräsentation gibt es ja auch wirklich genug. Höchste Zeit für das Sperrige, Unpraktische, Unvergessliche.“

Kunst, Musik, Kulturökonomie, Forgotten Bar, Club Jesus, Tape Modern, Berghain, Tresor, Tjorg Douglas Beer, Manuel Czech, Hannah Dougherty, Saâdane Afif, Gregor Schneider, Olaf Metzel, Monica Bonvicini, Piotr Nathan, Dimitri Hegemann, Wolfgang Tillmans
Der Tagesspiegel, 13. Dezember 2009

„Ein Konzert ist Folter für mich“ „„Deprimierendes Interview.““

Musik, Nick Cave
Der Tagesspiegel, 22. November 2009

Die Quadratur der Scheibe „Musik kam die kürzeste Zeit auf Tonträgern. Massenmärkte und Studiotechnik haben sie bereichert. Die Befreiung vom Material wird es auch tun. Man muss loslassen können.“

Kunst, Musik, Kulturökonomie, Musikindustrie, The Bianca Story, Musikmarkt, Paul Valéry, Internet, Filesharing, Anton Corbijn
Der Tagesspiegel, 27. Oktober 2009

Dub aus dem Tiefkühlfach „In der Echtzeitkommunikation der Breitbandnetze scheint ein neuer Entwurf von Pop auf: Es gibt kein Original. Nur Remixe.“

Musik, Miike Snow, Diedrich Diederichsen, Madonna, Britney Spears, Internet
Der Tagesspiegel, 26. Oktober 2009

Im Geist des Ferienlagers „Die Öffnung aller Archive gegen Pauschalvergütung scheint die einzige Grundlage für zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu sein.“

Musik, Kulturökonomie, Internet, Konzertindustrie, Musikindustrie, Popkomm, Tonträgerindustrie, all2gethernow
Zeit Online, 10. September 2009
Der Tagesspiegel, 10. September 2009

Die guten Taten der Piraten „Das Internet ist nämlich nicht der Feind der Musik. Es ist nur der Feind der Tonträgerindustrie.“

Musik, Kulturökonomie, Amanda Palmer, Kulturflatrate, Musikindustrie, Urheberrecht
Der Tagesspiegel, 26. Juli 2009

Die Welt ist dicht genug „Vier Männer mit Gitarren kommen nicht an gegen die Effizienz elektronischer Instrumente: Das ist eine der Lehren dieses Festivals, auf dem gewohnte Hierarchien aufgelöst sind.“

Musik, Melt Festival, Jesse Rose, Crystal Castles, Travis, Yuksek, Diplo, Oasis, Digitalism, The Whitest Boy Alive, Animal Collective, Fever Ray, Konzertindustrie, Musikindustrie
Der Tagesspiegel, 21. Juli 2009

Taschensterne „Sind bei The Whitest Boy Alive die Muster elektronischer Tanzmusik nachgezeichnet wie mit Fineliner, so interpretiert Masha Qrella Broadway-Schlager mit Buntstiften.“

Musik, Masha Qrella, Prater, The Whitest Boy Alive
Der Tagesspiegel, 02. Juni 2009

Avantgarde im Kometennebel „Die Musik des Andromeda Mega Express Orchestra ist ein motorischer Kraftakt, eine irre Verausgabung an Luft und Fingerarbeit. Und sie erinnert an Zukunftsvisionen aus einer Zeit, als die Zukunft noch aus Blech und Dampf war.“

Musik, Andromeda Mega Express Orchestra, Daniel Glatzel, Free Jazz, Neue Musik
Der Tagesspiegel, 12. Mai 2009

Generation Null „In ihrem Bemühen um Aktualität und Relevanz sind Green Day inzwischen das antibürgerliche Pendant zum Staatskünstler Bruce Springsteen.“

Musik, Bruce Springsteen, Green Day
Der Tagesspiegel, 10. Mai 2009

Anti-Clubmusik „Mit Telepathe wird deutlich, dass man sich heute kaum noch in Ruhe verweigern kann, wo die richtige Haltung nicht mehr ist als eine flüchtige Währung in der Aufmerksamkeitsökonomie des globalen Hipstertums.“

Musik, Telepathe, Picknick, Aufmerksamkeitsökonomie
Der Tagesspiegel, 03. Mai 2009

Schleusen auf! „Die Industrie mag die Kulturflatrate nicht, denn ihre Position wäre geschwächt. Und das wäre toll. Mit technischen Bedürfnissen ändern sich nun mal die daran gebundenen Geschäftsmodelle.“

Musik, Kulturökonomie, Heidelberger Appell, Internet, Kulturflatrate, Urheberrecht, Konzertindustrie, Musikindustrie
Der Tagesspiegel, 26. April 2009

Das lodernde Feuer des Irrsinns „Da draußen die Stadt ist voll von kreativen Selbstverwirklichern, aus deren Blicken die Gier nach Geltung spricht. Doch kaum jemand hat dieses Feuer des Irrsinns in den Augen.“

Kunst, Musik, Kulturökonomie, Berlin, Karmanoia, Les Haferflocken Swingers, Neukölln
Der Tagesspiegel, 27. März 2009

Zwei Grad wärmer „Fever Ray schafft die dunklen Negative zu Songs, die Phil Collins in den Achtzigern vergessen hat zu schreiben.“

Musik, Fever Ray, The Knife, Karin Dreijer
Der Tagesspiegel, 26. März 2009

Flexibel bleiben „Silbermond sind der beste Beweis dafür, dass Popmusik nicht für sich selbst steht, sondern ein soziales Werk ist, das vom Publikum mitgeschaffen wird.“

Musik, Silbermond
Der Tagesspiegel, 23. März 2009

Alle sind Piraten „Wenn im Haifischbecken der Internet-Ökonomie auf alte Rechte kein Verlass ist, ist es umso tragischer, dass die Künstler sich völlig überfordert zeigen.“

Musik, Kulturökonomie, Audio Poverty, Haus der Kulturen, Internet, Musikindustrie, Konzertindustrie
Zeit Online, 24. April 2009
Der Tagesspiegel, 11. Februar 2009

Oops, sie tut es wieder „Dem Erfolg dieser Vorstadt-Madonna tut das keinen Abbruch. Was sollte ihr noch etwas anhaben? Sie hat in medialem Drachenblut gebadet. Sie ist der Phönix des Pop. Sie wird immer wiederkommen.“

Musik, Britney Spears, Madonna, MTV, Musikindustrie
Der Tagesspiegel, 25. November 2008

Ja zum Techno „Ein Nullpunkt ist erreicht. Der Raum musikalischer Möglichkeiten ist eine große leere Fläche wie das Gelände von Golpa Nord. Welche Freiheit das bedeutet, ist beim Melt-Festival zu ahnen.“

Musik, Melt Festival, Björk, Techno, Salt 'n' Pepa, DJ Feadz, Technotronic
Der Tagesspiegel, 21. Juli 2008

Unterricht bei Barenboim „Hier sitzt der Nachwuchs der Orchesterelite, doch Barenboim fängt ganz von vorne an: „Wir müssen aufeinander hören. Es geht nicht um zusammen spielen, es geht um zusammen atmen.““

Musik, Daniel Barenboim, Philharmonie, Musikhochschule Hanns Eisler
Der Tagesspiegel, 30. Juni 2006
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für kunstkritik 2012